EFQM

 

Qualitätsmanagement (QM) ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Faktor des Leitbilds von privaten Wirtschaftsunternehmen wie auch von öffentlichen Institutionen geworden. Es umfasst zwei Verfahrensweisen: die Qualitätssicherung und die Qualitätsentwicklung – beides Komponenten, die auf eine kontinuierliche Verbesserung von Organisationen zielen. Auch in Weiterbildungseinrichtungen werden Qualitätskriterien immer stärker zum Maßstab erfolgreicher Arbeit.

Qualitätsmanagement ist für die Volkshochschule Selb kein neues Arbeitsprinzip. Seit geraumer Zeit praktizieren wir Qualitätssicherung und -entwicklung, ohne diese Begriffe explizit zu verwenden. Bisher waren es einzelne Bereiche der Volkshochschule, die der Qualitätsarbeit unterzogen wurden (z. B. Raumausstattung, Dozentenpool, Lehrmittel, Vertragsbedingungen). 2002 entschied sich die Volkshochschule Selb für das Qualitätsmanagement der EFQM (European Foundation for Quality Management). Das EFQM-Verfahren unterscheidet sich von den traditionellen durch die Art und Weise, wie Qualität "gedacht" wird. Es ist eingebunden in ein Rahmenkonzept, das die ganze Einrichtung umfasst, und verlangt eine systematische Analyse und Bewertung der Volkshochschule. Nicht mehr einzelne Bereiche stehen im Fokus der Qualitätsarbeit, sondern die gesamte Institution, mit all ihren Bezügen nach innen und außen. Diese ganzheitlichen QM-Verfahren werden als Total-Quality-Management (TQM) bezeichnet.

Das EFQM-Verfahren bietet zwei Möglichkeiten der Evaluation: Die Selbstbewertung und die externe Bewertung. Für die Selbstbewertung werden MitarbeiterInnen aus dem eigenen Hause zu EFQM-AssessorInnen ausgebildet. Die externe Bewertung wird durch speziell geschulte EFQM-Gutachter durchgeführt. Entscheidend ist, dass die durch die Anwendung des EFQM-Modells gewonnenen Erkenntnisse Lernprozesse und Innovationen auslösen (Stärken stärken – Schwächen schwächen). Die Erneuerungsmaßnahmen erfolgen allerdings nicht alle auf einen Schlag, sondern fortlaufend. Man spricht daher vom kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP).

EFQM dient zur internen Qualitätsentwicklung. Darüber hinaus kann das europaweit anerkannte Modell für einen Vergleich mit anderen, ähnlich ausgerichteten Institutionen eingesetzt werden (Benchmarking). Das Modell ist – wie die Volkshochschulen auch – vom Selbstverständnis her demokratisch angelegt, weil es alle MitarbeiterInnen einer Einrichtung in die Qualitätsarbeit einbezieht.

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